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Lt. Nyota Uhura
 
Neues aus der Kommunikations- und Wissenschaftsabteilung:
 
Lebensformen auf dem Mars?
 
Informationen von extraterrestrischen Wissenschaftlern aktuell auf dem Schirm
 
"I remind you that humans are only a tiny minority in this galaxy."
Cmdr. Spock in: The Apple, stardate 3715.6.
 
 
 
2.Juni 2003:
Start der Sonde "Mars Express" vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur, Ziel: die Suche nach Wasser und eventuellen Spuren von Leben, zurückzulegende Entfernung: 400 Millionen Kilometer.
 
Mitte Dezember 2003:
Die Sonde befindet sich, nur noch einige Millionen Kilometer entfernt, auf Kollisionskurs mit dem Mars, um das Landegerät "Beagle 2", das auf der Oberfläche Gesteinsproben analysieren soll, zum Abwurfpunkt zu tragen.
 
19. Dezember 2003:
Das Landegerät Beagle 2 wird erfolgreich von der Sonde Mars Express abgekoppelt. Um 9.31 Uhr wird von der ESA in Darmstadt aus das Signal zur Abkoppelung gegeben. Die Landung wird am 25. Dezember um 03.52 Uhr MEZ erwartet.
 
25. Dezember 2003:
Die Sonde Mars Express zündet um 03.47 Uhr MEZ nach einer 205tägigen Reise ihr Haupttriebwerk für eine Brenndauer von 37 Minuten, um in eine Mars-Umlaufbahn einzutreten.
Das Landegerät Beagle 2 tritt ungefähr zeitgleich, von einem Hitzeschild geschützt, mit hoher Geschwindigkeit in die Marsatmosphäre ein, wo es Temperaturen von 1200 Grad standhalten und von 20000 auf 60 Kilometer pro Stunde abgebremst werden muss, um wie erwartet um etwa 03.52 Uhr MEZ auf dem Mars aufzusetzen.
Der erhoffte Empfang eines Signals von Beagle 2 mit der um den Mars kreisende NASA-Sonde "Mars Odyssey" am Morgen bleibt aus, ebenfalls der nächste, gegen 23.40 Uhr MEZ erwartete Kontakt mit dem britischen Lovell-Radioteleskop in Jodrell Bank nahe Manchester.
 
26. Dezember 2003:
Mars Odyssey überfliegt erneut am Freitag um 19.15 Uhr MEZ den Beagle-Landeplatz. Der 3.Versuch, Signale von Beagle 2 zu empfangen, bleibt ebenfalls erfolglos, ebenfalls in der Nacht ein vierter Versuch des Lovell-Teleskops.
 
27.-29. Dezember 2003:
Mehrere weitere Versuche, Signale zu empfangen, sowohl durch Mars Odyssey als auch durch das Lovell-Teleskop, bleiben erfolglos. Zu den geäusserten Vermutungen über den Verbleib von Beagle 2 gehören die Annahme, dass sich die eingebaute Uhr durch hohe Temperaturunterschiede während der Reise verzogen haben könnte, und die Möglichkeit der Landung in einem Krater.
 
30. Dezember 2003:
Um 9.00 Uhr MEZ der Hauptantrieb der Sonde für fünf Minuten gezündet. Dadurch wird Mars Express in eine polare, weniger stark elliptische Umlaufbahn gelenkt, so dass nun die Pole in einer Höhe von 300 bis 10000 km überflogen werden.
 
Ab 4.Januar 2004
wird erwartet, dass Mars Express in der Lage sein könnte, Signale vom Landegerät aufzufangen.
 
7.Januar 2004:
Mars Express überfliegt um 13.15 Uhr MEZ in 200 Kilometer Höhe den mutmaßlichen Landeplatz von Beagle 2 , es gelingt aber weiterhin nicht, den Kontakt zum Landegerät herzustellen.
 
Mitte bis Ende Januar 2004:
Auch wenn inzwischen vermutet wird, dass die Landung von Beagle 2 fehlgeschlagen ist, werden weitere Versuche unternommen, das Gerät doch noch zu orten.
 
Februar 2004:
Auffindung eines kleinen Marsfahrzeugs mit Funktionsstörungen durch einen Wissenschaftler aus dem System Alpha Centauri (möglicherweise handelt es sich um Beagle 2).

Wir erhielten von einem Wissenschaftler aus dem System Alpha Centauri folgende Erklärung, die mittels eines Translators aus dem Interkosmo ins Deutsche übersetzt wurde (da es sich bei den Translator-Geräten um lernfähige Technologie handelt, werden sich die Übersetzungen aus dem Interkosmo in nächster Zeit mit zunehmender Kenntnis des Vokabulars und der Grammatik schnell bessern):
"Mars wird weitgehend offensichtlich zur Zeit durch terranischen Raumprüfsonden überprüft, und sie fragten sich bereits sicher ob, auch Forscher von anderen Solarsystemen an der wissenschaftlichen Studie dieses Planeten interessiert sind. Ich komme vom Planeten Tschucurxon (nach unserer Nachfrage mit Hilfe von Sternkarten wohl ein Planet der Sonne Alpha Centauri A, Anm. der Redaktion) und von planetarischem Institut für Exobotanik meines Planeten wurde zugewiesen, um auf Marsuntersuchungen zu vollenden, um mit dem Ziel herauszufinden, ob es Organismen oder Lebensarten dort ähnlich die auf unserem Planeten gibt. Mein Auftrag führte mich in die Strecke eines Kraters, in denen Ausrüstung gelandet war, deren Funkvorrichtung offensichtlich mit der Landung auf Mars beschädigt wurde. Die Ausrüstung hatte jedoch wie geplante Untersuchungen seines genaueren Klimas gebildet und bildhaftes Material hatte gemerkt. Dieses bildhafte Material, das ich den Mitarbeitern über der virtuellen Zeitschrift VM 2000 heute übergab, da sie offensichtlich der gleichen Zivilisation gehören, von deren Technologie das Marsvehikel entstehen. Ich bin erfreut, daß sie großes Interesse an der Entdeckung zeigten, und über es in zur Zeit auf dem 3. Planeten des Sonnensystems gegenwärtige elektronische Publikation der Massenkommunikationsmittel mit Hilfe des Planet-üblichen Hypertext-Sprachcodes berichten. Ich hoffe auch, auf diese Art im folgenden Mal mit terranischen Wissenschaftler in Kontakt zu treten, um Methoden und Kentnisse zu besprechen."

Auf dem Mars wurden am Rande des Kraters Lebensformen festgestellt, die zunächst äusserliche Ähnlichkeit mit in der Arktis vorkommenden Flechtenarten zu haben schienen, sich dann aber durch spezielle Formen der Biolumineszenz bemerkbar machten. Biolumineszenz ist auf der Erde ebenfalls häufig anzutreffen, z.B. beim Meeresleuchttierchen Noctiluca, das zum Plankton gehört, ungefähr 0,5 mm gross wird und beim Baden manchmal Schwimmer durch Leuchten um sie herum überrascht.
In diesem Falle ist die Biolumineszenz noch erstaunlicher, denn es handelt sich offensichtlich um rhythmisches Aufleuchten mit kurzen und langen "Signalen" ähnlich wie beim Morsealphabet. Es ist nun zu untersuchen, ob es sich tatsächlich um ein hochentwickeltes Kommunikationssystem handelt. In diesem Falle wären die Lebensformen dann wohl nicht mit irdischen Flechten vergleichbar, sondern man könnte davon ausgehen, dass sie ein Zentralnervensystem oder Vergleichbares besitzen, und es stellt sich ausserdem die Frage, ob eine Kommunikation mit ihnen möglich wäre, falls sie auf künstliche Lichtsignale reagieren würden.
 
Bereits im Mai 2002 hatte die NASA-Sonde Mars Odyssey grössere unterirdische Wasserstoffvorkommen auf dem Mars entdeckt. Der Wasserstoff in Tiefen ab 35 Zentimeter unter der Marsoberfläche kommt in den besonders kalten Gebieten des Planeten vor und ist wohl grossenteils zu einem unterirdischen Eisklumpen gefroren. Am Nordpol befindet sich darüber eine Schicht aus gefrorenem Kohlendioxid. Die Canyons und Kanäle auf der Oberfläche des Mars deuten darauf hin, dass es früher dort auch überirdische grosse Wasservorkommen gegeben haben könnte.
 
Heute befindet sich das Wasser teilweise unter Eisschichten, teilweise unter dem Gestein, wobei unter dem Eis oder unter durchscheinendem oder porösem Gestein Lebensformen vorkommen können, sowohl solche, die irdischen Pflanzen ähneln und Photosynthese betreiben, als auch schwimmende tierähnliche Lebensformen, die sich von den pflanzlichen ernähren.
 
Auf dem Mars gibt es mehrere Hauptgebiete mit grossen Vulkanen, die bisher als erloschen galten, unter anderem befindet sich auf dem Mars der grösste Vulkan des Sonnensystems, Olympus Mons. Bei Temperatumessungen wurden nun Messwerte festgestellt, die darauf schliessen lassen, dass es noch wenige aktive Vulkane geben könnte, die unter dem Eis der Polkappen Wärme erzeugen.